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Dies ist ein Projekt von Chetan Reinhard Sannyas Meditationzentrum Deutschland
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begonnen am 06.10.2010

NORM-Stoff Aktivität
in Lebensmitteln und Baustoffen
Seite 1

Natürliche Nuklide aus dem Erdinnern sind sehr starke Beta-Strahler (Radium, Thorium, Uran). Treten diese in hoher Konzentration auf, werden sie auch NORM-Stoffe genannt. Solange diese Stoffe im Erdinneren verweilen, werden sie nicht zum Problem. Dies ändert sich, wenn sie über Umwege zu Tage gefördert werden. Allein Radium hat dabei eine Halbwertszeit von 1600 Jahren. NORM-Stoffe werden seit einigen Jahren von verschiedenen Industrieunternehmen vermutlich zusammen mit fossilen Brennstoffen an die Erdoberfläche getragen und hier häufig unkontrolliert entsorgt.  Seit Jahren dringt Radioaktivität aus NORM-Stoffen sogar schon die Biosphäre vor. Dies entwickelt sich inzwischen als ein unkalkulierbares Risiko für die Gesundheit aller Lebewesen der Erde.

In den Zerfallsreihen von Radium, Thorium und Uran entsteht u.a. auch Radon. Radon ist ein radioaktives Gas. Alle Isotope des Radons sind radioaktiv. Das stabilste dieser Isotope ist das Rn222 mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen. Es entsteht als Zerfallsprodukt von Radium. Zwei weitere natürliche Radon-Isotope sind Rn219 und Rn220. Das letztere Rn220 wird auch als "Thoron" bezeichnet. Es ist ein Zerfallsprodukt von Thorium. Radon gibt Alpha-Strahlung ab. In der Radonkammer wird das Radon anhand der Alpha-Strahlung erkannt. Die Radonkammer wird deshalb mit Alpha-sensiblen Detektoren bestückt.

Nicht nur radioaktive Abfälle aus Atomexplosionstest und Reaktorunfällen [Referenz] belasten unsere Umwelt, sondern es verteilen sich radioaktive Rückstände aus der Erdöl- und Erdgasindustrie [Referenz] offensichtlich seit einigen Jahrzehnten weit über die Erdoberfläche und kumulieren Jahr für Jahr in unserer Nahrungskette. Radioaktive Rückstände befinden sich inzwischen auch in Baumaterial und die radioaktive Hintergrundstrahlung in Deutschland steigt meinen Messergebnissen zufolge, Jahr für Jahr um geringe Prozentsätze an. Das radioaktive Edelgas Radon , welches aus den in Hauswänden enthaltenen radioaktiven Rückständen in Wohnräume strömt,  sorgt für nachweislich erhöhtes Krebsrisiko der Hausbewohner. [Referenz]

Seit Jahrzehnten werden mit jedem Barrel Öl und jedem Kubikmeter Gas zugleich erhebliche Mengen radioaktiver Substanzen an die Erdoberfläche gefördert. Diese radioaktive Strahlung ist bislang weitgehend vor der Öffentlichkeit verborgen worden. Bei der Öl- und Gasförderung gelangen unter anderem große Mengen Radium-226 aus dem Erdinnern an die Oberfläche. Nicht ordnungsgemäß entsorgte NORM-Abfälle sind ein großes Gesundheitsrisiko, unter anderem weil Radium 226 zu Radon zerfällt. Die Beseitigung dieser so genannten NORM-Stoffe (NORM = Naturally Occurring Radioactive Material) erfolgte über Jahrzehnte hinweg völlig unkontrolliert - in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, gibt es bis heute große Lücken bei der Erfassung und Entsorgung der NORM-Abfälle. Einmal in die Umwelt gelangt, stellen sie über Hunderte von Jahren eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Bis heute verschweigt die Industrie das Problem vor der Öffentlichkeit, verharmlost die Risiken und macht keine klaren Angaben über den Verbleib großer Mengen kontaminierter Abfälle aus der Vergangenheit und der Gegenwart. [Referenz]

Werden Nahrungsmittel, aus dem Handel sowohl auf Aktivitäten von Cäsium-137 als auch auf NORM-Stoff-Aktivität untersucht, dann finden sich sehr selten auffällig hohe Cäsium-137 Aktivitäten. Jedoch ist mir sehr häufig die hohe Aktivität von NORM-Stoffen in den Lebensmitteln aufgefallen. Das bedeutet Radium, Uran, Thorium und andere radioaktive Substanzen befinden sich in hohen Konzentrationen in den Lebensmitteln. Teilweise mit  Konzentrationen von einigen Tausend Bq pro Kilogramm. Dies führt mich zu dem Verdacht, das diese hohen Konzentrationen radioaktiver NORM-Stoffen die ich in Lebensmitteln nachweisen kann, als eine direkte Folge unkontrollierter Entsorgung radioaktiver Rückstände aus heimischen Industriezweigen in diese Lebensmittel hineingeraten sind. Während das Augenmerk der Bevölkerung allein auf Cäsium-137 gerichtet bleibt, welches durch viele Atomexplosionstest und auch bekanntlich durch das Tschernobyl Reaktorunglück in die Umwelt gelangte, gewinne ich den Eindruck das die Öffentlichkeit über steigende Gefahren kumulierender radioaktiver Rückstände aus anderen Industriezweigen massiv  und bewusst hinweggetäuscht wird. Die erklärten Absichten bekannter Umweltschutzverbände und Verbraucherschutzorganisationen, welche seit vielen Jahren in diesem Zusammenhang einzig und allein auf Gefahren durch radioaktives Cäsium-137 hinweisen, erscheinen mir längst nicht mehr glaubhaft. Für mich ist es selbstverständlich geworden, wenn in Wald- und Gartenpflanzen die Jahr für Jahr kumulierenden Aktivitäten von radioaktiven Abfällen aus NORM-Stoffen weit höher ausfallen, als Aktivitäten aus radioaktivem Cäsium-137.

Aktivitäten von NORM-Stoffen in Lebensmittelproben und Baustoffen lassen sich mittels Untersuchungen mit meinem Gamma-Spektrometer bestimmen. Auf den vorangegangenen Seiten habe ich diese Messmethode mit praktischen Beispielen ausführlich beschrieben. Der Aufbau eines eigenen Gamma-Spektrometer erfordert jedoch ein großes Potential an technischer Erfahrung und technisches Know-How.

Hochgiftiges Radium aus radioaktiven Rückständen gerät inzwischen in unsere Lebensmittel hinein.
Dies entwickelt sich sich seit einigen Jahren als ein unkalkulierbares Risiko für die Gesundheit aller Lebewesen der Erde.


Wie lässt sich das erkennen, wenn sich hochgiftiges Radium in der Nahrung befindet ?

Eine Messmethode für den Radiumghalt in Lebensmitten wird hier vorgestelt und in einigen Versuchsreihen anhand verschiedener Lebensmittelproben getestet.

Was wird benötigt ? 
Radonkammer 10 Liter
Ein luftdicht verschliessbarer Plastikbehälter
(maximal 10 Liter Fassungsvermögen)
Radonkammer 10 Liter  
Ein Radongasdetektor.

Eine Messmethode, welche eine vergleichende Abschätzung von NORM- Stoff- Aktivitäten in Materialproben (auch Lebensmittel) ermöglicht. Diese Methode kann praktisch von technisch geschulten Bastlern mit wenig Aufwand nachvollzogen werden. Grundlage für diese vereinfachte Messung von geringen NORM- Stoff- Konzentrationen in Lebensmitteln und Baustoffen bietet die Tatsache, das in  Zerfallsreihen radioaktiver NORM-Stoff Abfälle, das radioaktive Edelgas Radon als Zerfallsprodukt entsteht. Die Messung von NORM- Stoff- Aktivitäten wird indirekt möglich durch eine Messung der Radongas-Konzentration, die sich zusammen mit dem zu überprüfenden Lebensmittel  in einer luftdicht verschlossenen Kammer einstellt. Zu diesem Zweck habe ich einen Radongas-Detektor und die zu untersuchende Materialprobe zusammen in eine  Radonkammer gelegt.  Die technische Ausführung dieser Methode ist deshalb vergleichsweise einfach, weil heutzutage Radongas-Detektoren für weniger als 200 Euro zu haben sind. Der Radongas-Detektor registriert nun die ansteigende Radongas-Konzentration in der Kammer über mehrere Tage. Der Anzeigewert wird einmal pro Tag abgelesen und aufgeschrieben.  Obwohl die Radonkammer luftdicht ist, handelt es sich um ein sog. "Offenes System".  Befinden sich in der Materialprobe sog. NORM-Stoffe (Radium, Thorium, Uran...) dann strömt aufgrund nuklearer Zerfallprozesse, welche in der Materialprobe stattfinden, Radongas in die Kammer ein. Weitere nukleare Zerfallprozesse sorgen dafür, das Radongas aus der Kammer herausgeschleust wird. Auf diese Weise entsteht ein Fließgleichgewicht. Die Radongas-Konzentration in der Kammer stellt sich im Laufe der Zeit auf einen bestimmten Wert ein , nämlich auf einen stationären Endwert. Dieser stationäre Endwert wird dann als  das Messergebnis festgehalten. Der Zerfall von Radon-222 geschieht mit einer Halbwertszeit von  knapp vier Tagen. Es erscheint mir deshalb sinnvoll, die Messzeitdauer als Vielfaches von 4 Tagen auszulegen.

Eine simple Radonkammer für erste Versuche kann aus einem Plastikbehälter hergestellt werden.
Geeignete Plastikbehälter gibt es im Haushaltswarengeschäft zu kaufen.
Versuch: In einem luftdicht verschlossenen Behälter (Radonkammer) wird eine Materialprobe (z.B. eine Lebensmittelprobe) eingewogen. Die Kammer wird mehrere Tage luftdicht verschlossen stehen lassen. Die Radongas-Konzentration in der Kammer wird mit einem Radongas-Detektor so lange regelmässig gemessen , bis sich ein stationärer Endwert eingestellt hat.  Der stationäre Endwert der Radongas-Konzentration, welcher sich innerhalb weniger Tage in der Radonkammer einstellt, ist näherungsweise ein Maß für die NORM-Stoff-Aktivität der in der Kammer eingewogenen Materialprobe.

Die folgenden Bilder zeigen beispielhaft die Vorgehensweise während einer meiner ersten Versuche mit dem Radongas-Detektor und einer einfachen Radonkammer :

Eine luftdicht verschließbare Plastikbox mit 2,6 Liter Fassungsvermögen (sog. Klickbox) aus der Haushaltswarenabteilung eines Supermarktes dient als Prototyp-Radonkammer.



Detektor

Ein Radongas-Detektor findet seinen Platz in dem Behälter. Ein Präparat aus einigen Gramm eingeäscherten Waldpilzen (Nullpräparat) das den Leerwert auf etwa 1pCi/Liter anhebt (justiert) wird neben den Radongas-Detektor plaziert. Der Messwert des Nullpräparates wird später vom Gesamtmesswert der Probe abgezogen (eliminiert). Weil die Messgenauigkeit des Radongas-Detektors unter 1pCi/L sehr ungenau wird, lässt sich durch eine Anhebung des Leermesswertes über 1pCi/L die Messgenauigkeiten für schwach belastete Proben verbessern.



Radonkammer

Hier die Gesamtansicht der Radonkammer mit "Nullpräparat" und Radongas-Detektor. Die Stromversorgung für den Detektor ist mit Drähten nach Aussen auf zwei kleine Metallstifte geführt. Der Pluspol der Stromversorgung ist mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Natürlich ist darauf zu achten, das die Stromzuführungen luftdicht versiegelt sind.


Gesamtansicht

Hier nochmal eine Gesamtansicht mit liegendem "Nullpräparat" und einem zusätzlichen Behälter. Der zusätzliche Behälter nimmt später die zu messenden Lebensmittelproben auf. Bevor die Kammer verschlossen wird, muss der Radongas-Detektor mittels elektrischen "RESET" startklar gemacht werden. Je nach Empfindlichkeit des eingesetzten Radongasdetektors kann evtl. auch auf ein "Nullpräparat" verzichtet werden. (ausprobieren)


Start

Sobald Plus- und Minuspol der Stromversorgung angeklemmt sind, startet die Messung. In diesem ersten Messversuch wird die Radonkonzentration (Leermesswert) gemessen, welche sich durch Radonausgasung des Nullpräparates in der Radonkammer als stationärer Endwert einstellt. Der Behälter, welcher sich in der Kammer befindet und später die zu untersuchende Materialprobe aufnimmt ist noch leer.


Stoppuhr

Eine Stoppuhr wird auf die Radonkammer gelegt. Der Detektor-"RESET" war korrekt durchgeführt und es zeigt sich am Detektor noch kein Messwert, sondern zwei Tage lang ein roter Strich. Zu Beginn des dritten Tages kann ein erster vorläufiger Messwert durch die durchsichtige Kammer abgelesen werden. Bis zum vierten Tag steigt der Anzeigewert weiter an. Im Verlauf des fünfen Tages hat sich die Anzeige in der Regel stabilisiert.


In ersten orientierenden Versuchen mit verschiedenen Proben habe ich Messwerte an dem Radongas-Detektor im Laufe des 5. Versuchstages nach verschließen der Radonkammer abgelesen. Die folgenden Ergebnisse in [pCi/L] sind Nullraten korrigierte Nettomesswerte +-0,8pCi/L Radonaktivität gemessen in der Raumluft innerhalb der Radonkammer. Zusammen mit dem Radongas-Detektor befand sich jeweils eines der folgenden drei Präparate in der Kammer :

eingeäscherte Waldpilze
Masse.......: 80g
Messwert..: 2,2pCi/L
-----------------------------------------
getrocknete Waldpilze
Masse........: 130g
Messwert..: 1,7pCi/L
----------------------------------------
Löskaffee
Masse.........: 130g
Messwert..: 1,1pCi/L
-----------------------------------------

Umrechnung der Messwerte,  pCi/L --> Bq/m³
Den hier eingesetzten Radongas-Detektor habe ich mir aus Amerika kommen lassen. Die Anzeige des Gerätes ist auf pCi/Liter kalibriert. In Deutschland erhältliche Detektoren dieser Art sind auf eine Anzeige in Bq/m³ kalibriert. Die Werte lassen sich aber leicht umrechnen. Es entspricht: 1pCi/L = 37Bq/m³

Inzwischen (Jahr 2016) gibt es schon einen sehr stromsparenden batteriebetriebenen Radongasdetektor.
Radonkammer 10 Liter
Dieser Detektor kann dann zusammen mit zu untersuchenden Lebensmittel in die Radonkammer gelegt werden. Weil batteriebetrieben ist eine Stromzuführung mittels externer Kabelverbindung durch die Kammerwände hindurch nicht mehr erforderlich. Der Aufwand zum Aufbau unserer Radonkammer vereinfacht sich dadurch erheblich.

Wird der Messwert ohne Einheiten auf die Probenmasse bezogen und mit Tausend multipliziert, dann lässt sich vergleichen:

Eingeäscherte Waldpilze :  27,5
getrocknete Waldpilze....:  13,1
Löskaffee.......................:   8,4

Auf der vorangegangenen Seite sind  NORM-Stoff-Aktivitäten der gleichen Proben angegeben, welche mit dem Gamma-Spektrometer abgeschätzt wurden. Ich habe diese Werte den neuen Ergebnissen gegenüber gestellt:

Probe Bezeichnung Ergebnis mit dem Gamma-Spektrometer  (geschätzte spez. NORM-Stoff-Aktivität ) [Bq/kg] Ergebnis mit der Radonkammer
Eingeäscherte Waldpilze 26860 27,5
Getrocknete Waldpilze 11480 13,1
Löskaffee   2660 8,4

Eine Korrelation der Ergebnisse ist deutlich erkennbar.

Der hier gezeigte Versuchsaufbau dient als Beispiel. Auch ganz andere Versuchsaufbauten sind möglich.

Am einfachsten ist es, das zu untersuchende Präparat und einen Radongas-Detektor zusammen in eine Plastiktüte zu stecken und luftdicht zu verschliessen. Der Detektor könnte dann sogar noch bedient werden.  Mir wurde berichtet, Radon diffundiert leider durch Plastik hindurch. Deshalb sind Plastikbehältnisse selten geeignet um damit eine Radonkammer zu bauen. Jedoch ergaben die ersten Versuche des Prototyp-Radonkammer bestehend aus einem Plastikbehälter durchaus auch schon brauchbare Ergebnisse.

Ein solider Aufbau beispielsweise mit zwei kleinen Kammern erscheint mir jedoch sinnvoller. Die erste Kammer beinhaltet den Detektor und die zweite Kammer dient der Probenaufnahme. Beide Kammern können durch ein kurzes Schlauchstück miteinander verbunden sein.                         

Um einen verlässlichen Messaufbau mit genauen Ergebnissen zu erhalten sind noch viele Versuche erforderlich. Die ersten orientierenden Versuche haben mir immerhin gezeigt, das diese Methode prinzipiell für den angestrebten Zweck geeignet ist. Als nächstes soll zunächst die Bedienbarkeit des Detektors auch bei geschlossener Kammer ermöglicht werden. Die Dichtung der Kammer soll verbessert werden und muss verlässlich sein. Die Messzeitspanne werde ich auf  mehrere Radon- Halbwertszeiten  verlängern.  Der Detektor wird während der Messung  auf  "S" =Short eingestellt und zeigt nun den Mittelwert der vergangenen 7 Tage an. Ein gültiger Messwert wird erst nach Ablauf mehrerer Radon-Halbwertszeiten im Verlauf der zweiten Versuchswoche abgelesen und festgehalten.  Ergebnisse mit verschiedenen Materialproben folgen.

Dezember 2010 : 

Inzwischen habe ich in die 2,6 Liter fassende Box eine etwas kleinere Glasschale mit luftdicht verschliessbarem Deckel hineingestellt. Auf diese Weise entsteht eine auf ein Volumen von 1,6 Liter verkleinerte innere Kammer. Die neue Versuchsanordnung besteht nun also aus zwei ineinandergestellte luftdichte Boxen. Durch die zwei ineinandergestellte Boxen ist die Radondichtung insgesamt verbessert. Gummidichtungen beider Boxen wurde mittels bestreichen mit Silikonöl verbessert.  Diese verbesserte Kammer rechne ich nun mit einem Volumen von 1,6 Liter.

Der gesamte Messvorgang dauert 10 Versuchstage. Zu Beginn des 1. Versuchstag  wird am Radongas-Detektor ein elektrischer RESET durchgeführt, der Detektor wird anschließend stromlos geschaltet. In die Kammer wird die zu untersuchende Probe gelegt, der Detektor befindet sich ebenfalls in der Kammer, die Kammer wird radondicht geschlossen. Zwischen dem 1. bis zum 5. Versuchstag bleibt der Detektor zunächst stromlos.  Sofern vorhanden, fließt in dieser Zeit Radongas aus der Probe in die Kammer ein und verteilt sich gleichmäßig im Kammervolumen. Am 5. Versuchstag wird der Radongas-Detektor elektrisch eingeschaltet und auf diese Weise der aktive Messvorgang gestartet. Am 10. Versuchstag habe ich den gültigen Messwert am Detektordisplay abgelesen.

Erste Versuche mit der leeren Kammer sowie mit 30 Gramm  eingeäscherter Waldpilze ergab folgende Ergebnisse:
Leermesswert  .............................. :  0,6 pCi/L 
30 Gramm eingeäscherte Waldpilze :  4,6 pCi/L 
Aus einer Überschlagsrechnung ergibt sich daraus etwa
9Bq/kg
spezifische Radium-226-Aktivität in dieser Pilzprobe.

Eine Überschlagsrechnung  [Referenz]
nach Norbert Liebe ergibt den Radiumgehalt dieser Waldpilzprobe wie folgt:

Nach drei Halbwertszeiten des Rn-222 (3 mal 3,8 Tage = 11,4 Tage) sind 90% der
Sättigungsaktivität erreicht.

4,6 pCi/L minus Nullrate (zur Vereinfachung ca. 0,6 pCi/L) ergibt eine Aktivität
von ca. 4 pCi/L (= 0,148 Bq/L) in der Messkammer.

0,148 Bq/L sind 90% Sättigungsaktivität, daraus folgt 100% Sättigungsaktivität
sind 0,164 Bq/L. Die Messkammer hat 1,6 Liter, also sind in der Messkammer bei
100% Sättigung 0,263 Bq Radon-222.

Da sich nach dieser Zeit die Aktivität von Radium-226 und Radon-222 im
Gleichgewicht befindet, beträgt die Ra-226-Aktivität der 30 Gramm-Probe
ebenfalls 0,263 Bq; umgerechnet auf 1 kg Trocken(?)substanz wären dies 8,77
Bq/kg Ra-226. Bei 1 kg Frischgewicht wäre der Wert deutlich niedriger, zu dessen
Berechnung müsste man allerdings das Proben-Frischgewicht wissen.

Wenn man die Literatur (!) vergleicht, für manche Pilzart ein plausibler Wert.

Anstatt Theorie ziehe ich an dieser Stelle einen realen messtechnischen Vergleich mit einer Materialprobe bekannter Aktivität vor. Dazu möchte ich zunächst ein geeignetes Test-Material aussuchen. Mir erscheint Thorium als Testmaterial gut geeignet. Thoriumhaltiges Material ist heutzutage noch vergleichsweise leicht erhältlich. Es bieten sich Schweiß-Elektroden an. Es gibt solche, die mit 2% Thorium dotiert sind. Die spezifische Aktivität von 1 Gramm natürlichen Thorium hat eine Aktivität von 8120 Bq. Diese setzen sich aus jeweils 4060Bq Th-232 und weitere 4060Bq aus Spuren Th-228 zusammen. 

Das natürlich vorkommende Isotopengemisch von Thorium hat demnach eine spezifische Aktivität von rund 8120 Bq pro Gramm. Ich halbiere eine rund  6g 2%ig thoriumdotierte-Wolframelektrode. Diese 3g Materialprobe enthält nun rund 500 Bq Thorium-Aktivität.  Je nach Alter der Elektrode kann die Gesamtaktivität wegen Bildung verschiedener Zerfallsprodukte um einiges grösser sein.

500Bq Th-Testsource : 61,6mg natürliches Thorium (ca. 3Gramm 2%ig thoriumdotierte Wolframelektrode)


Mit diesem jungen Elektrodenmaterial als Testsource gebe ich also etwa 61,6mg natürliches Thorium bzw. ca. 500Bq Thorium-Aktivität in meine Radonkammer. Eines der Thorium-Folgeprodukte ist Radon , welches nun aus dem Testmaterial in die Radonkammer einströmt. In einigen Tagen werde ich den Messwert am Detektordisplay ablesen. Ergebnisse sind dann unten in der Tabelle1 zusammengefasst. Nach einigen Experimenten mit dem Radongas-Detektor hat sich gezeigt, das genauere Ergebnisse nach 14 Tagen Wartezeit ablesbar sind. Der Detektor wird bei Start der Messung auf den Modus "S = Short" eingestellt und zeigt in diesem Modus dann einen 7-Tage-Mittelwert der Radongaskonzentration in der Kammer an.   Solche Messungen mit dem Radongas-Detektor erfordern also wirklich einiges an Geduld.

Bild1: Radonkammer (1,6 Liter Glasbehälter) aufgebaut mit einem Radongas Detektor.

Eine zweite Radonkammer ist mit einer RAMII-Alphasonde aufgebaut und liefert Vergleichsmesswerte.

Bild2: Kleine Radonkammer (0,8 Liter) aufgebaut mit RAMII-Alphasonde

Der RAMII ist ein altes Strahlenmessgerät, welches einen Halbleiterdetktor besitzt. Der sehr aufwändig verarbeitete Detektorkopf ist auf der linken Seite im Bild2 zu sehen. Ich habe den Detektorkopf  mit einer Konstruktion aus einer Glasplatte und zwei Schraubzwingen auf einen etwa 0,8 Liter fassenden Glasbehälter gepresst. Der Detektorkopf ist mit einer Gummimanschette ausgelegt. Die Gummimanschette ist eine gute Radondichtung und kann auch mit einem besonderen Dichtöl bestrichen werden. Auf diese Weise ist eine kleine Radonkammer entstanden. In diese Radonkammer lassen sich nun geringe Mengen Materialproben legen. Die Messzeitspanne am RAMII ist leider auf knapp 3 Minuten begrenzt. Für Messungen in der Radonkammer sind viel längere Messzeiten erforderlich.  Wie die Messzeitspanne am RAMII beliebig verlängert werden kann, das ist in dem folgenden Bild gezeigt:

Bild3: RAMII Umbau  Verlängerung der Messzeitspannen
Auf der RAMII Hauptplatine sind Rückseitig zwei kleine Trimmpotis mit einem Festwiderstand erkennbar. Hier wird die Dauer der Messzeit justiert. Wird der Widerstand (mit dem blauen Ring) an der Lötfahne des Trimmpoti entlötet , dann bleibt für den RAMII die Zeit stehen. Impulse werden jedoch weiterhin gezählt. Links im Bild befindet sich die Zeit-Einstellmöglichkeit für ALPHA-Messungen.  Rechts der Trimmer für Zeiteinstellung Beta/Gamma-Messung. Ich habe eine Doppelleitung eingefügt und ausserhalb des RAMII eine Zeitrelais vorgesehen.  Der Messvorgang läuft nun wie folgt ab : Zunächst wird die Messung wie vom Hersteller vorgesehen am RAMII gestartet. Dann betätige ich das externe Zeitrelais, dieses trennt den Widerstand elektrisch von der Lötfahne.  Nach 24 Stunden Messzeit stoppt das Zeitrelais automatisch und der kleine Widerstand (mit dem blauen Ring) wird elektrisch mit der Lötfahne auf der Hauptplatine wieder verbunden. In diesem Moment läuft eine Restzeit von maximal 3 Minuten noch ab und der Zählerstand am Impulszähler wird dann "eingefroren". Auf diese Weise lassen sich mittels eines externen Zeitrelais am RAMII beliebig lange Messzeitspannen realisieren.

Nun habe ich mir zwei verschiedene Radonkammern  hergestellt. Eine Radonkammer wurde mit dem RAMII-Alphadetektor (siehe Bild2) ausgestattet und eine weitere Kammer mit einem SafetySiren Radongas Detektor. Die Messungen mit dem SafetySiren Radongas-Detektor werden im "Short-Modus" durchgeführt. Das Messgerät mittelt dann automatisch über die vergangenen 7 Tage.  Jeder einzelne Versuch dauert also mindestens 7 Tage , maximal 14 Tage. Das Messergebnis wird spätestens am vierzehnten Versuchstag als Mittelwert aus den vorangegangenen sieben Versuchstagen abgelesen bzw. berechnet. 
Einige so gewonnene Messergebnisse, aus diesen beiden Versuchsaufbauten, sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die abgebildeten Ergebnisse sind schon um den Leermesswert bereinigt , also Netto-Ergebnisse.  

RR[CPD]  sei das Messergebnis aus der RAMII-Radonkammer, 
RS[pCi/L] sei das Messergebnis aus der Radonkammer mit dem Radongas Detektor.

Das Verhältnis der Anteile Thorium/Radium = V rechne ich nun nach folgender Faustformel:

     V =  L* ( RR[CPD] /  (20*RS[pCi/L]) )   - 1     ; L= Kammervolumen[Liter]

Drei Fälle werden nun von mir unterschieden :
1.) Auf  vornehmlich Thorium wird erkannt, wenn das Verhältnis V=Thorium/Radium einen Wert größer  10  annimmt :

V   > 10   ==> Thorium + (Radium)

2.) Auf Radium alleine wird erkannt, wenn V einen Wert kleiner 1 annimmt  :  

V  < 1  ==> Radium

3.) Auf Radium und Thorium wird erkannt, wenn V einen Wert  zwischen 1 und 10 annimmt. :

1 =<  V  =<10    ==> Thorium + Radium


Die hier vorgestellte Methode dient der Beurteilung und Erkennung von Verunreinigungen durch die beiden Radionuklide Thorium und Radium in Lebensmitteln und anderen Materialien.

In der folgenden Tabelle habe ich einige Ergebnisse aus Messungen in 1 Liter Kammern (L=1) zusammengefasst :

 Tabelle1 :
RADONKAMMER-
Messergebnisse  aus zwei Kammern und
mit unterschiedlichem Probenmaterial befüllt
Alle Ergebnisse sind Leerwert bereinigt
 

Ergebnisse in der
RADONKAMMER mit
RAMII-Alphasonde
[Counts per Day]
RR[CPD]

Ergebnisse in der RADONKAMMER mit
SafetySiren
Radongas Detektor
RS[pCi/L]
V

 (Fall-Nr.) 
radioaktives Nuklid in dem Probenmaterial erkannt gemessen im Kalenderjahr
 3 Gramm 2%ig thoriumdotierter Wolframstab  (60mg Thorium) 55 0,2 13
(1)
Thorium 2010
 6 Gramm 2%ig thoriumdotierter Wolframstab (120mg Thorium) 95 0,1 47
(1)
Thorium 2010
12 Gramm 2%ig thoriumdotierter Wolframstab (240mg Thorium) 225 0,0 -- Thorium 2010
30 Gramm eingeäscherte Waldpilze 76 4,0 0
(2)
Radium 2010
10 Gramm Klinoptiolith- Zeolith  (Pulver) 70 2,0 0,75
(2)
Radium 2010
50ml Leitungswasser München 30 0,9 0,7
(2)
Radium 2010
50ml destilliertes Wasser 0 Kein Versuch -- -- 2010
Eine Taschenuhr mit Radium Leuchtzeigern >180000 Kein Versuch -- Radium 2010
20 Gramm Sojapaste Hatcho Miso
Handel Deutschland
10 Kein Versuch -- n.a. 2011
20 Gramm Sojapaste Hatcho Miso
Handel München
10 Kein Versuch -- n.a. 2011
30 Gramm getrocknete Steinpilze aus Wildsammlung  Herkunft : Bosnien-Herzegovina 11 Kein Versuch -- n.a 2011
30 Gramm Pottasche 17 0 >10
(1)
Thorium 2011
40 Gramm getrocknete Waldpilze aus Wildsammlung : Herzogstand bayerisches Alpengebiet 21 0,9 0,17
(2)
Radium 2011
140 Gramm Gesteinsprobe
 118 bis 134 n. Chr.
Fundstelle : ca. 30 Kilometer nordöstlich von Rom
Römische Villa Adriana Italien   Juni 2012 
950 25,4 0,87
(2)
Radium 2012
200 Gramm Wandfliesen, Baumaterial 130 0,2 31,5
(1)
Thorium 2012
Spirulina Pulver 80g 7 0 >10
(1)
Thorium 2014
Fortsetzung der Tabelle siehe unten. Messergebnisse mit neuer Radonkammer.

Der Versuch mit den Radium Leuchtzeigern in dieser Tabelle1 ergab selbst nach 14 Tagen Versuchsdauer mit dem RamII-Detektor noch kein Ergebnis mit stationären Endwert.  Der Messwert stieg Tag für Tag weiter fast linear an. Ich habe den Versuch dann abgebrochen. Vermutlich wurde der Detektor im Versuch aus der stark Radium haltigen Taschenuhr mit Polonium kontaminiert. Das Messgerät musste ich nach dem Versuch vorsichtig dekontaminieren, um es wieder in Gebrauch nehmen zu können.

Von weiteren Versuchen mit künstlich hergestellten Präparaten, welche Radium oder Uran enthalten, nehme ich wegen enormer gesundheitlicher Risiken Abstand.  

Mein Fazit aus den Versuchen ist, das sich Lebensmittel und auch Baustoffe sehr gut mit diesen beiden Messgeräten auf Normstoffe untersuchen lassen. Der Radon-Gas Detektor spricht auf  Rn-220 nicht an. Neben Messungen mit einem Radongas-Detektor erscheinen mir deshalb ergänzende Messungen mit dem RamII-Alpha-Detektor sehr sinnvoll. Auf diese Weise kann durch kombinierte Messungen mit diesen beiden Messgerätetypen sowohl ein möglicher Radiumgehalt, als auch ein möglicher Thoriumgehalt in Lebensmitteln oder Baustoffen abgschätzt werden. Dies geschieht wie folgt: Der SafetySiren Radongas Detektor erkennt Rn-222 aus Radium, jedoch kein Rn-220 aus der Thorium-Zerfallsreihe. Der RAMII-Detektor spricht sowohl auf  Rn-222 als auch auf Rn-220 an. Radium wird also erkannt, wenn die RAMII- Radonkammer ein von Null verschiedenes Ergebnis liefert, und der RadonGas-Detektor in der zweiten Kammer ebenfalls ein von Null verschiedenes Ergebnis liefert. Auf Thorium wird erkannt, wenn zwar die RAMII-Radonkammer ein von Null verschiedenes Ergebnis liefert, jedoch der Radongas-Detektor in der zweiten Kammer ein Ergebnis nahe Null liefert.

Möglich und sinnvoll für die Messung von Normstoffaktivitäten in gringen Mengen Stoffproben erscheint mir die Entwicklung einer Radonkammer mit einem Radon-Gas-Detektor in der Funktion eines Alpha-Spektrometers. Dieses könnte sowohl Abbilder (Impulshöhen) von Rn220-Aktivität aus der Thoriumumwandlung erkennen , sowie Abbilder von Rn222-Aktivität aus der Radiumumwandlung erkennen und zwar dann mit einem einzigen Messgerät. 

Eine Schwierigkeit ist häufig die Dichtung der Radonkammer. Es ist offenbar sehr aufwändig, eine Radonkammer wirklich radondicht zu bekommen. Mir wurde berichtet, Radon diffundiert durch viele Materialien hindurch. So sind Plastikbehälter in der Regel ungeeignet um damit eine dichte Radonkammer zu bauen. Die Radondichtung kann auf  simple Art geprüft werden. Dazu wird die Kammer in einen Plastikbeutel gestellt und in den Plastikbeutel wird ausserhalb der Radonkammer ein bis drei Thoriumglühstrümpfe gelegt. Der Plastikbeutel wird oben locker mit Klammmern oder Klebeband verschlossen. Dann wird die Langzeit-Messung mit leerer, geschlossener Radonkammer gestartet. Der Plastikbeutel ausserhalb der Kammer füllt sich nun innerhalb kurzer Zeit mit einer hohen Konzentration Radon. In eine undichte Kammer dringt das Radon von Aussen in die Kammer ein und innerhalb weniger Tage steigen die Messwerte unübersehbar über den erwarteten Nullwert an. Der alte RamII ist inzwischen schon in die Tage gekommen. Die spezielle Gummidichtung von meinem RamII Messkopf ist leider auch schon porös geworden. Mit einer ungenügend dichten Radonkammer lassen sich nur sehr stark mit NORM-Stoffen belastete Materialien als solche erkennen. Eine Baufliese bring das Messgerät selbst in einer undichten Kammer häufig noch zum Ausschlag.  Die alte Radonkammer mit dem RamII habe ich das letzte mal im Jahre 2014 noch eingesetzt. Sobald mal wieder Zeit und Lust zum basteln ist, habe ich vor,  mir eine neue kleine dichte Radonkammer mit einer RAM63-Alpha-Sonde ausgestatet aufzubauen. Diese wird natürlich wie gewohnt dann hier beschreiben.

Die große 10 Liter Radonkammer
Inzwischen ist die große Radonkammer fertig. In einem 10 Liter Behälter sind nun beide Sensoren gemeinsam eingebaut. Der Meßkopf des RamII sowie  der kleine 
SafetySiren
Radongas Detektor passen gemeinsam in den Behälter hinein. Stromversorgungskabel sowie eine elektrische Verbindung für den Bedienknopf am Radongasdetektor sind gasdicht nach Außen geführt. So lassen sich beide Messgeräte bequem von Außen bedienen.  Der Deckel des Behälters muß gut radondicht werden. Eine Spezial-Gewinde-Dichtungspaste "neo-fermit Universal Typ 2000/I" von FELDER hat sich bewährt. Diese Dichtmasse lässt sich leicht wieder lösen und daraufhin bequem auch wieder dichten. Diese Radonkammer ist nun für größere Mengen Materialproben geeignet.  Nun befinden sich beide Sensoren innerhalb der selben Kammer. Die Gesamtversuchsdauer verkürzt sich dadurch auf die Hälfe der Zeit, denn es kann nun die selbe Materialprobe mit beiden Sensortypen gleichzeitig ausgemessen werden.

Radonkammer 10 Liter                 Radonkammer 10 Liter
Bild4 : Die neue 10 Liter Radonkammer :  Blick von Außen auf Bedienelemente                                    Bild5 : Blick von Oben in die Kammer hinein                                                                
Der Plastikbehälter war ursprünglich durchsichtig und wurde von Außen mit Zink-Spray und Kupfer-Spray besprüht. 

In der 10 Liter Radonkammer lassen sich jetzt auch größere Mengen Materialproben auf NORM-Stoff Aktivitäten überprüfen.
Neue Radonkammer
Es gibt schon die ersten Ergebnisse aus Messungen mit unterschiedlichem Material in der 10 Liter Kammer :
Tabelle2 :
Messergebnisse  aus der 10 Liter Radonkammer 
Alle Ergebnisse sind Leerwert bereinigt
Ergebnisse in der 10Liter
RADONKAMMER mit
RAMII-Alphasonde
[Counts per Day]
RR[CPD]
Ergebnisse in der 10Liter RADONKAMMER mit
SafetySiren
Radongas Detektor
RS[pCi/L]
V
V =   ( RR[CPD] /  (2*RS[pCi/L]) )   - 1
 
(Fall-Nr.) 
Radon-220
[pCi/L/kg]
aus

THORIUM
Radon-222
[pCi/L/kg]
aus

RADIUM
radioaktives Nuklid in dem Probenmaterial erkannt gemessen im Kalenderjahr
140 Gramm Gesteinsprobe
 118 bis 134 n. Chr.
Fundstelle : ca. 30 Kilometer nordöstlich von Rom
Römische Villa Adriana Italien   Juni 2012 
31 1,4 10

(2)
100,0 10,0 Thorium + Radium 2014
12 Gramm 2%ig thoriumdotierter Wolframstab (240mg Thorium) 16 0 (1) 34Tsd. - Thorium 2014
23 Gramm 2%ig thoriumdotierter Wolframstab (460mg Thorium) 34 0 (1) 37Tsd. - Thorium 2014
Thorîum Glühstrupf
(ca. 350mg Thorium)
2034 52,5 18,4
(1)
2800Tsd. 150Tsd. Thorium + (Radium) 2015
300g Goji Beeren 6 0 (1) 10,0 - Thorium 2015
110g Spirulina Pulver 20 0,4 24
(1)
86,4 3,6 Thorium + (Radium) 2015
300g Bienenhonig 13 0,8 7
(3)
18,9 2,7 Thorium + Radium 2015
100g Kaffeebohnen 2 0,4 1,5
(3)
6,0 4,0 Thorium + Radium 2015
300g Honig Eichenwald 1,3 1,2 0,33
(2)
1,3 4,0 Radium 2015
65g Fresh Ceylon Tea
aus Sri Lanka
0 0 - - - - 2015
Löslicher Bohnenkaffee
100% Arabica aus Lateinamerika
0 0 - - - - 2015
200g Kaffeebohnen
Laudatio Caffe' Crema
2,3 0 - 5,8 - Thorium 2015
46 g Holzasche
Bazzanella R.
19 0,8 11,8
(1)
200,6 17,0 Thorium + (Radium) 2015
450 g Kalzium forte
Nahrungsergänzung für Hund u. Katze
6 1,2 24
(1)
7 2,7 Thorium + (Radium) 2015

Radonkammer 10 Liter
Verdacht auf unbestimmte radioaktive Stoffe in Bienenhonig.
Bienenhonig enthält so gut wie kein Kalium. Um so erstaunter bin ich, das mir beim Honig Radioaktivität auffällt.
Der nach AKW-Havarien aus den Medien bekannte Kandidat Cäsium-137 scheint es allerdings nicht zu sein.
Auch Kalium kommt laut einschlägiger Nährwerttabelle nicht in Frage, denn Honig enthält praktisch kein Kalium. Laut Nährwerttabelle   http://www.naehrwertrechner.de  
enthält Honig nur etwa 0,47 Gramm Kalium pro Kilogramm Honig.  Das macht grade mal 15 Bq/Kg K40-Aktivität aus.
Gemessen werden jedoch in verschiedenen Honigsorten vom Imker mehr als 100 Bq/Kg Radioaktivität.
Dies sieht nach einem unbestimmten Radionuklid im Honig aus.  Die Radonkammer-Messergebnisse deuten auf Radium und Thorium.
Durch menschliche Aktivitäten haben die Radiumkonzentrationen in der Umwelt stark zugenommen. Als Hauptgrund dafür wird die Verbrennung von Kohle und anderen Brennstoffen genannt. (Quelle)

2006 wurde zum ersten Mal in Europa über das Phänomen "Bienensterben" berichtet.
Möglich ist eine schleichende Vergiftung der Honigbiene durch NORM-Stoffe.
Untersuchungen mit meiner Radonkammer ergaben Hinweise auf Radium und Thorium im Bienenhonig 

 
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Verdacht auf unbestimmte radioaktive Stoffe in Nahrungsergänzungsmittel für Tiere

radioaktiv kontaminertes Nahrungsergänzungsmittel fürTiere                                                                                                            

Vor zwei Tagen habe ich noch mal bei der Firma "beaphar" angefragt wegen deren radioaktiven Nahrungsergänzungsmittel für Tiere.

Mit mehr als 3000 Bq/Kg messbarer Radioaktivität Beta-Strahler ist das Zeug schon wirklich extrem kontaminiert für ein Lebensmittel.  

Auch wenn es nicht für den menschlichen Verzehr angeboten wird. Da ist immer noch das große Fragezeichen, woher und wie kommen 

diese radioaktiven Nuklide in diese Nahrung eigentlich hinein und wo kommen diese her. 

Normalerweise ist kein Nahrungsmittel so stark mit radioaktiven Isotopen kontaminiert.

Möglicherweise wird hier radioaktiver Müll in die Nahrungskette illegal entsorgt.

Inzwischen ist der zweite Tag ohne Antwort von der Firma beaphar vergangen. 

Normal bin ich das so gewöhnt, das sie gleich am nächsten Tag schon mal sich mit einer Antwort melden. Na ja... zwei Tage ohne antwort ist ja noch nicht lange. 

Vermutlich sind die Damen und Herren etwas überrascht das ich nun nach fast einem halben Jahr doch noch mal wegen ihrem radioaktiven Lebensmittel angefragt habe. 

Hoffendtlich hat die Firma inzwischen die Zeit genutzt um ihre kontaminierten Produkte aus den Handel zu nehmen und durch saubere Lebensmittel zu ersetzen.

Hier ist dann zur Info noch meine erneuerte Anfrage an beaphar vom 13.05.2016:

Sehr geehrte Frau Dagmar Anton-Steinkamp,

ich komme zurück auf unsere Korrespondenz vom September 2015.

Damals hatte ich darum gebeten,mir die Zutat mit messbarer Radioaktivität zu benennen, welche in dem Produkt "beaphar Kalzium forte Aufbau-Kalk" eingesetzt wird. 

Leider blieb bisher eine klärende Antwort dazu aus.

Da weder Kalium noch Rubidium eingesetzt wird, muss eine andere radioaktive Zutat eingesetzt werden

auf welche die messbare Radioaktivität des Produktes rückführbar ist.

Ich bitte Sie mir zu benennen, welche Zutat mit messbarer Radioaktivität in diesem Produkt eingesetzt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Chetan Reinhard


Antwort von Beaphar GmbH vom 17.05.2016:

Sehr geehrter Herr Reinhard,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Das uns überlassene Produkt beaphar Kalzium forte wurde sowohl intern als auch von externer Stelle umfassend untersucht und analysiert.
Alle für das Produkt verwendeten Rohstoffe sind eingehend auf mögliche Radioaktivität überprüft worden bzw. es liegen entsprechende Bescheinigungen der Lieferanten vor.
Es wurden hierbei keine abnormalen Werte oder erhöhte Strahlung ermittelt. Das Produkt entspricht somit allen Vorgaben und weist keine schädliche Strahlung auf.
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Dagmar Anton-Steinkamp
Customer Care / Marketing  
Beaphar GmbH 
Tackenweide 54
D-46446 Emmerich am Rhein
Deutschland   

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NEWS-Ticker :  13.05.2016    
Verdacht auf unbestimmte radioaktive Stoffe in Kaffeepulver

weit verbreiteter Kaffee enthält unbestimmte Radionuklide

Kaffee enthält den wertvollen Aufbaustoff Kalium.

Doch auch möglicherweise gesundheitsschädliche 

unbstimmte Radionuklide.

Bei der Gelegenheit denke ich grade wieder mal an unseren so gern getrunkenen Kaffee.

Eine Überhöhte Radioaktivität ist mir besonders an Löskaffeesorten schon seit langem aufgefallen.

Von verschiedenen Seiten hatte es geheissen, das sich die messbare Radioaktivität allein aus dem Kaliumgehalt erklärt, bei der Kaffeebohne. 

Inzwischen meine ich, das dies tatsächlich lange nicht wirklich geklärt ist. 

Vielleicht ist ein natürlicher Stoff enthalten, der möglicherweise zwar radioaktiv ist, jedoch auch ein wertvoller Aufbaustoff des menschlichen Körpers ein könnte. 

Vielleicht sollten wir uns eine bestimmte Kaffeesorte nochmal gemeinsam anschauen deswegen. 

Ich trinke sehr viel Kaffee und mir wäre dies durchaus ein wichtiges Anliegen.

 Kaffee...

Hab inzwischen einen geeigneten Kandidaten gefunden, war ja nicht schwierig.

Diese Kaffees sind noch immer gut geeignet um hier unbestimmte radioaktive Stoffe ausfindig zu machen.

 

Herzhaft Mild (100% Arabica)  (gemahlener Bohnenkaffee)
Kaliumgehalt : 11,5 [g/Kg] +- 0,5 [g/Kg]
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Aktivität gemessen mit YBMM04 :
A(by) = 675 [Bq/Kg] +- 18 [Bq/kg] (Beta +Gamma)

Aktivität gemessen mit YBMMSi8b :
A(by) = 610 [Bq/Kg] +- 10 [Bq/Kg]

Mittelwert aus beiden Aktivität Messungen :
A(By) = 642,5 [Bq/Kg] +- 33 [Bq/kg]
========================

Restaktivität berechnen :
Res = A(by) - A(K40)

 

A(K40) = Kaliumgehalt * 31,6 Bq/g
A(K40) = 11,5 g/Kg * 31,6 Bq/g
A(K40) = 363,4 Bq/Kg +- 16


Res = 642,5 - 363,4
Res = 279,1 [Bq/Kg] +- 37
=======================

  

Es bleibt eine Restaktivität von rund 280 Bq/Kg stehen. Davon ist vielleicht ein kleiner Anteil einem radioaktiven Rubidium-Isotop zuschreibbar. Aber wohl nicht die gesamte 280 Bq/Kg Restaktivität.

Steht zu vermuten das hier in dem Kaffee ein weiteres bisher noch nicht bestimmtes Radioisotop enthalten ist. Das aus den amerikanischen Atomexplosionstests und AKW Havarien in Russland und Japan 

häufig benannte künstliche Radioisotop Cs-137 ist es allerdings nicht.

 

Vermutlich ist ein von Kalium verschiedenes doch auch natürlich vorkommendes Radioisotop im Kaffee enthalten.

Das ist aber nicht gleichbedeutend ist mit harmlos oder gesund. Falls Radium und oder Thorium in die Kaffeebohne 

hineingeraten ist, dann kann das bei häufigem Kaffeegenuß durchaus sehr bedenklich und gesundheitsschädlich sein.

Damit muss bewust umgegangen werden. Ein totschweigen unbestimmter radioaktiver Stoffe in unseren Lebensmitteln

kann für die gesamte Menschheit existentiell bedrohlich sein.

 

Ich weiss nicht so recht ob es für uns sinnvoll sein kann,  das herauszufinden zu wollen,

welches Radionuklid da in dem Kaffee noch enthalten ist,

ausser Kalium-40 und Rubidium-87.

 

Ich vermute das unsere Messmöglichkeiten nicht ausreichen um das sicher herauszufinden.

Interessant wäre das aber schon .

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15.05.2016

Sehr geehrter Herr Chetan,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Wir bedauern, dass Sie mit der Qualität unseres Kaffees nicht zufrieden sind.
Uns ist es wichtig, dass alle Artikel stets unseren hohen Qualitätsmaßstäben genügen. Um herauszufinden, warum es zu der Qualitätsabweichung kommt, bitten wir Sie, den Kaffee in der Originalverpackung an die folgende Adresse zu senden:
Tchibo
Abt. Quality Management Food
Süderstr. 293
20537 Hamburg
Bitte legen Sie dem Paket eine Mitteilung mit den Geschmacks- bzw. Qualitätsabweichungen bei. Unser Qualitätsmanagement untersucht den Kaffee. 

Neben dem Untersuchungsergebnis erhalten Sie einen Ersatz für den reklamierten Kaffee.
Wir sind zuversichtlich, Sie bei Ihrem nächsten Einkauf wieder von unserer Qualität überzeugen zu können. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Winter

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17.05.2106

Sehr geehrte Frau Alexandra Winter,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung und für Ihr Angebot das beanstandete Produkt von Ihrem Labor untersuchen zu lassen.
Gern nehme ich Ihr Angebot in Anspruch und werde die angebrochene Packung Tschibo Kaffee an die unten genannte Anschrift einsenden.  

Eine Mitteilung über vorgefundene Mängel  lege ich bei.
Mit freundlichen Grüßen
Chetan Reinhard

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Alpha-Spektrometrie
Eine sehr elegante Methode, die verschiedenen Radon-Isotope zu unterscheiden, bietet die Alpha-Spektrometrie. Ein Alpha-sensibler Scintillator in Verbindung mit einem Photomultiplier und einem Messverstärker mit Mehrkanalanalysator misst die Impulshöhe des elektrischen Signals einer Alpha-Sonde.   Je nach Impulshöhe, des von der Sonde abgegebenen Signals, lässt sich zuordnen welches der verschiedenen Radon-Isotope das Signal im Detektor ausgelöst hat. In den folgenden Experimenten geht es zunächst darum, für diesen Zweck eine geeignete Versuchsanordung zu bauen, welche ohne die sonst übliche aufwändige Vakuumtechnik in der Alpha-Spektrometrie auskommt. In dieser speziellen Versuchsanordnung ist ein radioaktives Gas (Radon) Träger der Radioaktivität. Dieses Gas vermischt sich mit Luft. Gasmoleküle können so den Detektor auch ohne Vakuum erreichen. Im einfachsten Fall soll ein Zähler Ereignisse aus Rn222 und Rn220 gemeinsam registrieren. In einer verbesserten Versuchsanordnung wird angestrebt, die beiden Isotope Rn222 und Rn220 (Thoron) separat zu registrieren. Eine aufwändige Vakuumtechnik entfällt.

Als Alpha-Detektor wird eine RAM63-Alpha-Sonde eingesetzt. Diese Sonde besitzt einen ZnS-
(Zinksulfid) Scintillator und ist mit einem Photomultiplier und einem Messverstärker ausgestattet.

Die RAM63 Alpha-Sonde
Bei der Alpha-Sonde vom Ram63 handelt es sich um eine Sonde mit einem ZnS (Zinksulfid) Scintillator. Diese Sonde enthält dazu einen Photomultiplier und einen Vorverstärker. Auf der Rückseite sind einige Anschlüsse herausgeführt. Fünf davon sind für den weiteren Ausbau relevant.  An Pin2 benötigt der interne Signalverstärker einen externen Vorwiderstand. Das folgende Bild zeigt die Belegung :

Pin Nr Belegung
0 Masse
1 Signal
2 R = 1,5 KOhm an -9V
6 -4 V
in der Mitte -1200 V


Die Sonde wird mit Silikonkleber gasdicht in den Deckel eines Einweckglases eingepasst. Dazu wird von einem Glaser eine Öffnung mit 52mm Durchmesser in den Deckel eines Einweckglases geschnitten. Das macht in der Regel jeder Glaser. Die Sonde kann nun oben aufgesteckt und mit einem Stativ stabilisiert werden. Das Einweckglas hat hier ein Fassungsvermögen von 1 Liter. Eine Gummidichtung kann mit etwas Silikonöl bestrichen werden. Mit der üblichen Klammer für Einweckgläser wird der Glasdeckel gasdicht auf den Behälter gepresst.
Alpha-Spektrometrie mit einem ZnS Szintillator (RAM63-Alpha-Sonde)  Alphaspektrometrie mit einer ZnS Szintillator Sonde (RAM63-Alpha-Sonde)
   Bild6: Eine Ram63-Alpha-Sonde wird auf einen Glasbehälter eingepasst.

Nun ist noch einiges an Elektronik erforderlich, um der Sonde die gewünschten Signale zu entlocken und diese auch auswerten zu können...



Fortsetzung folgt...


Mehr zum Thema Radioaktivität und NORM-Stoffe

     Radioaktivität bei Erdgas- und Erdölförderung




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 Hinweise und Anmerkungen erbitte ich per e-mail an : chetan@t-online.de
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(letzte Textänderung auf dieser Seite : 30.06.2016)