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Dies ist ein Projekt von Chetan Reinhard Sannyas Meditationzentrum Deutschland
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Beobachtung der radioaktiven Strahlung (Alpha-Beta-Gamma) in meiner Umgebung.
Grafische Darstellung der Strahlenmeßwerte an meiner privaten Messstelle in München :

radioaktive Strahlenmesswerte in München
Bild 1:  Langzeitbeobachtung radioaktiver Strahlenmesswerte in München.
Die Grafik zeigt ein unverfälschtes Abbild meiner original Daten (roter Kurvenzug). Eine anhand dieser Daten berechnete mittlere Zuwachsrate geht aus der Wachstumsfunktion hervor.  
(Messung und Datenspeicherung mit : Gamma-Scout  ; Graphische Darstellung mit Graph Version 4.3)

Dynamische Signifikanzabschätzung  und  DySi0
Je stärker die Luft mit radioaktivem Dreck und radioaktiven Staubteilchen oder radioaktivem Gas belastet ist, desto stärker werden die Messwerte am Detektor schwanken. Das Wechselspiel aus Windrichtung und Niederschlag sorgt für laufende Veränderungen der Hintergrundstrahlung. Besonders krass kann dies sein, wenn ein Luftverschmutzer sich sehr nah an der Messstelle befindet. Trägt der Wind die radioaktiven Teilchen aus der Abraumhalde des Verschmutzers direkt in Richtung der Messstelle, dann werden die Messwerte besonders hoch. Weht der Wind in Gegenrichtung, dann sinken die Messwerte am Detektor wieder stark ab.  Die dynamische Verteilung der numerischen Messwerte wird dann sehr deutlich von einer unauffälligen Verteilung (Poisson-Verteilung) abweichen. Zusätzlich zu einer statischen Grenzwertüberwachung lässt sich also auch die Dynamik einer Anzahl aufeinander folgender Messwerte auswerten. Es lässt sich ein Warnsignal ableiten, welches anzeigt wie stark die tatsächliche Dynamik der Messwerte von einer unauffälligen Dynamik abweicht. Ein entsprechendes Mass welches aus einer Anzahl aufeinander folgender Messwerte hervorgeht, nenne ich "Dynamische Signifikanzabschätzung" oder kurz : "DySi" .  Ein sehr einfaches Mass liefert die Berechnung der Standardabweichung S aus x aufeinander folgenden Zählergebnissen (z.B.  x Tageszählraten) und deren Bezug auf die Standardabweichung der Poissonverteilung. Dieses Mass erhalte die Bezeichnung "DySi0". Grundsätzlich sind auch komplizierte Methoden z.B. mittels Mustererkennung realisierbar.  Für meine Zwecke reicht jedoch ein leicht realisierbares Mass aus. Dieses bedient sich so wie beschrieben, der Standardabweichung einer Messwertereihe im Bezug auf die Standardabweichung der Poissonverteilung.

Zur Abschätzung der Signifikanz habe ich die Standardabweichung aus mehreren aufeinander folgenden Tageszählraten auf den Erwartungswert der Standartabweichung nach Poisson bezogen und im zeitlichen Verlauf seit dem Jahr 2005 grafisch dargestellt. Die Erkennungsgrenze liegt hierbei  auf dem zweifachen Erwartungswert der Standardabweichung nach Poisson. (Signifikanzniveau=5%)
Anhand der folgenden Grafik Bild1a lässt sich erkennen, das etwa seit Jahresbeginn 2009 die Dynamik der Messwertreihe an meiner (Alpha-Beta-) Gamma-Rate Messtelle (LND712) in München sich wieder von einer unauffälligen Dynamik abzuheben beginnt. Diese Beobachtung deckt sich recht gut mit meinen Messwerten aus der Luftleitstoffreaktion (ebenfalls an diesem Messort) welche seit Jahresbeginn 2009 wieder eine stark zunehmende Aktivität eines Luftveschmutzers hier in München Ost signalisieren. 
(Vergleiche dazu meine Beschreibung zur  Leitstoffreaktion der Umgebungsluft  .)

Aus dem zeitlichen Verlauf des DYSi0(5) lassen sich Warnsignale ableiten.   
Warnstufe 1   :   Dysi0(5)>1,5  ==> Warnsignal Ws1 
Warnstufe 2   :   Dysi0(5)>   2  ==> Warnsignal Ws2 
Warnstufe 3   :   Dysi0(5)>   3  ==> Warnsignal Ws3

Ergebnisse einer Signifikanzabschätzung begonnen im Kalenderjahr 2004 gemessen mit LND712 :
Mit der Luft wird radioaktiver Staub angeweht, welcher vermutlich aus privaten Heizanlagen und nahegelegenen Heizwerken stammt. Während der kalten Wintermonate steigen Messwerte der radioaktiven Hintergrundstrahlung regelmässig an. Anhand einer statistischen Nachweismethode (Dynamische Signifikanzabschätzung) lässt sich durch Beobachtung und Auswertung der Hintergrundstrahlung (Äquivalentdosisleistung) zeigen, das seit etwa Mitte des Jahres 2008 die Radioaktivität in der Umgebung München sich sehr auffällig verändert. Es wird an dieser Messselle Gamma-Strahlung registriert sowie ein Teil  Alpha- und Beta-Strahlung. Die Warnstufe2  Ws2 (siehe Bild1a) wird seit Mitte Kalenderjahr 2008 in unregelmäßigen Zeitabständen sehr häufig ausgelöst. Im August 2012 (innerhalb der 33.Kalenderwoche 2012) ist nun sogar erstmalig seit Beginn der Aufzeichnungen am 17.11.2003 ein aus den Messdaten abgeleitetes Warnsignal  Ws3  (Warnstufe3) ausgelöst worden !  (siehe Bild1a) :
 
radioaktive Strahlenmesswerte in München
Bild1a: Verlauf der dynamischen Signifikanzabschätzung beobachtet an meiner Alpha-Beta-Gamma-Rate Messstelle (LND712) in München
Anhand dieser Grafik ist seit Anfang des Jahres 2009 eine Veränderung der Dynamik in den Strahlenmesswerten an dieser Messstelle beobachtbar. Die Verteilung der grundliegenden Messwerte weicht seitdem von einer unauffälligen Poisson-Verteilung sehr stark ab. Dies deutet auf eine Zunahme luftfremder Stoffe hin, welche die Umgebung unnatürlich hoch mit radioaktiven Stoffen belasten. An dieser Messstelle wird mit einem Endfensterzählrohr (LND712) gemessen, welches für Alpha-Beta-Gamma-Strahlung sensibel ist. Eine beginnende Kontamination der Umgebung mit radioaktiven Stoffen, einer oder mehrerer dieser drei Strahlungsarten, ist anhand der Ergebnisse erkennbar. Warnsignale Ws2 werden seit 2009 häufig ausgelöst. Das sehr hoch alarmierende Warnsignal Ws3 erstmalig im August 2012.


Signifikanzabschätzung aus fünf aufeinander folgenden Tageszählraten

Ein Rechenbeispiel :


Während Neujahr 2011/2012 hatte meine Gamma-Rate Messtelle mit der LND712-Sonde die folgenden x=5 aufeinander folgenden Tageszählraten registriert:
DATUM     :  CPD
30.12.2011 : 22144
31.12.2011 : 22640
01.01.2012 : 22288
02.01.2012 : 21904
03.01.2012 : 22528
Berechnung DySi0(x) :
Der Mittelwert aus den fünf CPD- Werten ist : M = 22301
Die Standardabweichung der fünf CPD-Werte ist : S5 = 295
Die Standardabweichung der Poisson-Verteilung ist : Se = SQRT(M) = SQRT(22301) = 149
Daraus folgt die Signifikanzabschätzung DySi0 für diese fünf CPD-Werte : DySi0(5) = S5/Se = 295/149 = 1,98
DySi0(5) = 1,98 ( während dieser 5 Tage knapp unter der Erkennungsgrenze)
Für jeden einzelnen Tag wird die Abschätzung wie folgt ermittelt :
DATUM     :  CPD  :  SQRT(CPD)  :   S5/SQRT(CPD)
30.12.2011 : 22144 :    149              :  295/194 =1,98
31.12.2011 : 22640 :    150               : 295/150 =1,97
01.01.2012 : 22288 :    149               : 295/149 =1,98
02.01.2012 : 21904  :   148               : 295/148= 1,99
03.01.2012 : 22528  :   150               : 295/150= 1,97


Meine laufenden Beobachtung der radioaktiven Strahlung (Alpha-Beta-Gamma) in meiner Umgebung habe ich bisher mit dem kleinen Gamma-Scout durchgeführt. Eine Erweiterung soll nun ein Mehrkanal-Datalogger in Verbindung mit  verschiedenen Detektoren werden. Die Bauanleitung dazu ist im entstehen:  siehe --> Mehrkanal-Datalogger



Seit einiger Zeit  gibt es einen Datalogger für den YB-Mini-Monitor, mit welchem sich ebenfalls Langzeitbeobachtungen durchführen lassen. Messdaten können nun auch vom YB-Mini-Monitor auf den PC übertragen werden. Die folgende Grafik gibt Aufzeichnungen wieder, welche mit dem YBMM01 mit einer SBM20 Zählröhre (4 Stunden Zählrate) gemessen wurden.  Der Detektor (SBM20) registriert Beta- und Gammastrahlung.
 
radioaktive Strahlenmesswerte in München
Bild 1b:  Langzeitbeobachtung radioaktiver Strahlenmesswerte in München. 
(Messung und Datenspeicherung mit : YB-Mini-Monitor YBMM01N ; Graphische Darstellung mit Graph Version 4.3)

Sogar eine Alpha-Sonde steht mir seit einiger Zeit zur Verfügung. Mit dieser werden seit dem Juli 2012 laufende Aufzeichnungen im Sannyas-Meditationzentrum Deutschland (München Ost) durchgeführt.
   
radioaktive Strahlenmesswerte in München
Bild 1c:  Langzeitbeobachtung radioaktiver Strahlenmesswerte in der Umgebungsluft München.
(Messung und Datenspeicherung mit : YB-Mini-MonitorDatalogger und RAM63-Alpha-Sonde ; Graphische Darstellung mit Graph Version 4.3)
Grenzwerte der Alpha-Messergebnisse werden häufig überschritten. Dies ist ein Anzeichen dafür, das NORM-Stoffe in den Münchner Heizwerken vermutlich sehr oft unkontrolliert entsorgt werden. Dadurch entsteht radioaktiver Feinstaub und Fallout. Als Folge davon übersteigt die spezifische Aktivität der Radionuklide die geogenen Hintergrundwerte hier in München sehr stark.


Das Bundesamt für Strahlenschutz führt ebenfalls Messungen der radioaktiven Hintergrundstrahlung durch. Messergebnisse werden regelmässig im Internet veröffentlicht. Im folgenden Bild2 wird eine Darstellung der Messwertreihe an der Messstelle in Oberschleißheim gezeigt. Der dargestellte Beobachtungszeitraum umfasst jedoch nur die vergangenen drei Monate (Bild2) . Darstellungen von Langzeitbeobachtungen über Jahre hinweg , wie ich dies oben im Bild1 zeige sind auf den Seiten des BfS leider nicht zu finden.

Messstelle des Bundesamtes für Strahlenschutz :

85764  Oberschleißheim

Höhe über NN 484m
2h Schwellenwert 0.112 µSv/h
Kosmisch 0.049 µSv/h
Terrestrisch 0.035 µSv/h


Gamma-Strahlenmesswerte in Oberschleißheim bei München

Bild 2:  Beispiel für die Darstellung von Gamma-Strahlenmesswerten des Bundesamt für Strahlenschutz
(Meßstelle in Oberschleißheim)
(Quelle:http://odlinfo.bfs.de/)

Weitere Darstellungen des Bundesamtes für Strahlenschutz :
http://odlinfo.bfs.de/cvdata/091620005.php?lang=DE
http://odlinfo.bfs.de/cvdata/091620004.php?lang=DE
http://odlinfo.bfs.de/cvdata/091620002.php?lang=DE
http://odlinfo.bfs.de/cvdata/091620003.php?lang=DE


Um mir zusätzlich einen Überblick über die aktuelle Verteilung der radioaktiven Belastung in unterschiedlichen Höhenlagen innerhalb der Erdatmosphäre zu verschaffen. konnten mit einem Geiger-Müller-Zählgerät  Messungen in verschiedenen Höhen über dem Erdboden innerhalb der Erdatmosphäre durchgeführt werden. Diese Messergebnisse erscheinen mir recht aufschlussreich und passen zu den Messwerten in der Nähe des Erdbodens überein..

Bis etwa 5000 Meter Höhe über dem Erdboden bleiben die radioaktiven Messwerte weitgehend konstant bzw. steigen mit zunehmender Höhe nur moderat an. Die Luftschicht oberhalb 5000 Meter über dem Erdboden scheint also die kosmische radioaktive Strahlung fast vollständig abzuschirmen.

Oberhalb 5000 Meter Flughöhe nehmen die radioaktiven Messwerte mit zunehmender Höhe deutlich zu. Sie steigen hier mit zunehmender Flughöhe steil und etwa linear an. Die Messungen wurden im Jahre 2007 am Tage über einem Teil Europas durchgeführt. In etwa 11000 Meter Höhe wurden im Mittel 2,4µSv/h gemessen, während  in der Nähe des Erdbodens und bis zu 5000 Meter Höhe über dem Erdboden nur zwischen etwa 0,05 bis maximal 0,25µSv/h gemessen wurden.

Aus diesen Experimenten ergibt sich die folgende Schlussfolgerung:
Eine unsichtbare radioaktive Staubschicht befindet sich über Europa bzw. umgibt vermutlich die gesamte Erde wie ein Mantel und reicht etwa bis 5000 Meter Höhe
über der Erdoberfläche. Oberhalb 5000 Meter Höhe erscheint die Luft weitgehend staubfrei  und die radioaktive Strahlendichte wird weitgehend von der aus dem Weltraum kommenden Strahlung bestimmt. Unterhalb 5000 Meter Höhe über der Erdoberfläche wird die Strahlenbelastung jedoch weitgehend von anderen Faktoren, wie radioaktivem Staub bestimmt.

Anhand aller hier beschriebenen Beobachtungen und Messergebnisse wird mir bewusst, das die Erde von einer etwa 5000 Meter in die Höhe reichenden für menschliche Augen unsichtbaren radioaktiven Staubwolke umgeben wird. Diese Staubwolke verdichtet sich nach meinen Beobachtungen möglicherweise seit dem  17.11.2003 im Jahresmittel um einen geringen Prozentsatz.  



Gamma - Strahlendosis und Bevölkerungsdichte:

Der menschliche Organismus reagiert offensichtlich sehr empfindlich auf erhöhte radioaktive Strahlenbelastungen. Es sieht so aus, als wird die humantoxikologische Bedeutung des Giftes Gamma-Ortsdosisleistung (ODL) selbst von gut informierten Wissenschaftlern weit unterschätzt.
Auch die toxikologische Bedeutung von Beta Strahlung wird weit unterschätzt.

Wirkt geringfügig erhöhte radioaktive Strahlung dauerhaft über viele Generationen auf die menschliche Bevölkerung ein, so hat dies offensichtlich einen stark reduzierenden Einfluss auf die Bevölkerungszahl. Anhand  Bevölkerungszahlen, welche von Landesämtern im Internet veröffentlicht werden, im Zusammenhang mit den vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichen mittleren Ortsdosisleistungen, habe ich die Grafik (Bild3 ) zusammengestellt. Die Daten ausgesuchter Bundesländer lassen mich einen Zusammenhang zwischen ODL  und einer mit steigender ODL steil abnehmenden Bevölkerungsdichte vermuten (Bild3).


Bevölkerungszahl und Gamma-Strahlendosis
Bild 3 : Zusammenhang zwischen Gamma- Ortsdosisleistung (ODL) und Bevölkerungsdichte, dargestellt anhand Daten aus verschiedenen Bundesländern
 

Einen Überblick über die Strahlenexposition in Deutschland gibt das folgende Bild
Verteilung der Strahlenexposition in Deutschland
Bild 4 : Strahlenexposition in Deutschland
Es fällt auf, das einige Großstädte besonders stark betroffen sind. 


Überprüfung der radioaktiven Strahlenbelastung.

Zur spontanen Überprüfung der Belastung in der eigenen Umgebung eignet sich ein handelsübliches Radiometer. Ich habe einige der angebotenen  Messgeräte getestet, welche auch in Onlineauktionen immer wieder mal versteigert werden. Entscheidend für die Qualität und Vielseitigkeit eines solchen Gerätes ist neben der Gamma-Strahlenempfindlichkeit auch eine ausreichend hohe Beta-Strahlenempfindlichkeit des Zählrohres. Ein vielseitig einsetzbares , genaues  und meiner Erfahrung nach für den privaten Einsatz empfehlenswertes Gerät zur spontanen Überprüfung radioaktiver Belastungen in der unmittelbaren Umgebung ist das folgende Gerät:

Alpha-Betha-Gamma- Dosimeter Radiometer , Messgerät für radioaktive Strahlung
Bild5 : Dosimeter-Radiometer , Messgerät zur Überprüfung der radioaktiven Strahlenblastung
Dieser Semi-professionelle Geigerzähler wird wegen der recht guten Messgenauigkeit und Empfindlichkeeit meines Wissens besonders gern von Mineraliensammlern eingesetzt und wird von verschiedenen Herstellern  in ähnlicher Bauform angeboten 
Zum Lieferumfang gehört in der Regel das Messgerät , eine Hartschalenbox  und eine Bedienungsanleitung.
Nach meiner Erfahrung liefern diese Geräte sehr gute und vergleichbare Messergebnisse. Eine verlässliche Kalibrierung habe ich bei neuwertigen und unbeschädigten Geräten des abgebildeten Typs stets vorgefunden.



Überprüfung des Wohnbereiches :

Für eine schnelle Überprüfung wird der Multiplikationsfaktor auf 0,01 eingestellt (linker oberer Schalter in der oberen Position) Der Messbereich wird mit Schaltern auf der Rückseite des Gerätes auf µSv/h voreingestellt. Die Messzeit beträgt jetzt 28 Sekunden. Der rechte obere Schalter auf der Vorderseite des Gerätes bleibt, wie abgebildet in der Position (MESS) . Wird das Gerät nun kurz ausgeschaltet und dann wieder eingeschaltet, misst das Gerät 28 Sekunden lang ionisierende Strahlung. Nach 28 Sekunden wird der gültige Messwert mit einem Tonsignal angezeigt. Auf der Rückseite des Gerätes befindet sich ein Filterdeckel. Ist der Filterdeckel aufgesetzt, wird Gamma-Strahlung gemessen. Mit entferntem Filterdeckel wird die Summe aus Alpha-Beta -Gamma-Strahlung registriert.

Radiohygiene, radiohygienische Grenzwerte bei der Überprüfung von Wohnräumen.

Bei der Überprüfung eines Wohnraumes mit dem oben abgebildeten Gerät wird vorgeschlagen, zunächst mittels zwei Messvorgängen im Bereich der Wohnraummitte bei einem Abstand von ca. 1,5 Metern von Wand und Boden, die Gamma-Strahlendichte mit der Alpha-Beta-Gamma-Strahlendichte zu vergleichen. Eine dritte Überprüfung findet in unmittelbarer Nähe der Wände oder des Bodens statt (Beta-Strahlendichte der Wandoberfläche). Hierzu  kann wie folgt vorgegangen werden:

Das Gerät bleibt der Einfachheit auf den Messbereich µSv/h eingestellt (die Einstellung wird mittels DIP-Schaltern auf der Rückseite des Gerätes fixiert) Nun werden wie vorgeschlagen, hintereinander drei Messungen durchgeführt. Die erste Messung wird mit aufgesetztem Filterdeckel im Abstand von etwa 1,5 Metern von Wand und Boden im Bereich der Raummitte durchgeführt. Der erste Zählwert mit aufgesetztem Filterdeckel in der Raummitte sollte nach 28 Sekunden nicht höher sein, als 13 das entspricht einem Grenzwert von 0,13µSv/h . Zur zweiten Messung wird nun der Filterdeckel entfernt und wieder in der Raummitte gemessen. Auch jetzt sollte der Zählwert nach 28 Sekunden den Wert 13 noch nicht überschritten haben. Die dritte Messung wird direkt an den Wänden des Raumes durchgeführt. Hierbei wird das Messgerät mit entferntem Filterdeckel an die zu überprüfende Wand oder Boden gehalten (höchstens etwa 1cm Abstand)   An den Wänden ist der Zählwert häufig etwas höher, als in der Raummitte, (verschiedene radiohygienisch  minderwertige Baumaterialien können radioaktive Bestandteile enthalten). Ich persönlich lege Wert darauf, das bei Messungen mit diesem Gerät, der Zählwert der direkt an den Wänden gemessen wird, sich möglichst nicht von dem Messwert in der Raummitte unterscheidet.
 

Vergleichsmessungen mit verschiedenen Radiometern

Das Bauprinzip eines modernen preiswerten Geigerzählers beinhaltet eine Hochspannungsquelle, welche die erforderliche Spannung zwischen etwa 300 bis 600 V für das Zählrohr erzeugt. Und in der Regel ein Zählrohr vom Typ Geiger-Müller, sowie einen Digitalzähler welcher die Impulse, die das Zählrohr liefert, in einer festgelegten Zeitspanne zählt. Die Zeitspanne, in welcher die Impulse gezählt werden, wird so abgestimmt, dass das Zählergebnis einen direkten Bezug zu einer geeigneten Maßeinheit für radioaktive Strahlen hat. Also z.B. wird die Messzeitspanne so gewählt, das bei einer Strahlenintensität von 0,1µSv/h der Zählwert 10 angezeigt wird. Die zehnfache Zeitspanne würde bei gleicher Strahlenstärke den Zählwert 100 anzeigen.  Zur Abschätzung der Vertrauensgrenzen bzw. des statistischen Fehlers des Zählergebnisses ist hierbei die Quadratwurzel aus den gezählten Impulsen geeignet. Hieraus ergibt sich, das die relative Messgenauigkeit steigt, je mehr Impulse gezählt werden, also je länger die Messzeitspanne gewählt wird.

Das Zählrohr

Es finden sich im Handel die verschiedensten Zählrohre. Relativ gern eingesetzt bei Lehrmittelfirmen und  in Bauanleitungen für Geigerzähler  ist das Zählrohr mit der Bezeichnung ZP1320 von Valvo.  Dieses Zählrohr ist recht klein in den Abmessungen und hat beim Einsatz in einer sehr dünnen Schutzhülle aus Plastikschlauch bei 0,1µSv/h Umgebungsstrahlung eine Impulsrate von 10 Impulsen in ca. 78 Sekunden.  Um die Empfindlichkeit des Zählrohres nicht zu schwächen, sollte das Zählrohr mit einer sehr dünnwandigen Schutzhülle umgeben werden. Leider habe ich schon Zählrohre gesehen, die in eine Schutzhülle aus recht dickwandigem Plexiglas, Kunststoff eingesetzt waren und ein paar Bohrungen in der Hülle sollen dafür sorgen, das die Strahlung ungehindert das Zählrohr erreicht. (z.B.: bei einem sog. "Mini-Counter" eines Lehrmittelanbieters habe ich schon die witzigste Schutzhüllenkonstruktion dieser Art gesehen.)  Schutzumhüllungen aus Plexiglas sind für den Strahlenschutz gut geeignet, und sorgen dafür,  das nur noch sehr hochenergetische Umgebungsbelastungen beobachtet werden können.

Von verschiedener Seite wurde mir schon eingewendet, das die Beta-Strahlenempfindlichkeit bei radiohygienischen Untersuchungen der Umgebung keine bedeutende Rolle spiele, weil Beta-Strahlung angeblich praktisch nicht von Außen in den menschlichen Körper eindringen könne. Tatsächlich habe ich jedoch beobachtet,  das auch energetisch schwächere Beta-Strahlung  Textilien, Kleidung und auch dünnwandiges Metall sehr tief durchdringen kann und deshalb von Aussen auch tief in den menschlichen Körper eindringt. Bei Untersuchungen achte ich deshalb auf ein entsprechend empfindliches Gerät.

Geigerzähler selber bauen / Dosimeter Bauplan

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Daten- Literatur- und Bezugs-Quellen:

Strahlenbelastung in Deutschland
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung

Bevölkerung und Fläche der Bundesländer
http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=5934&edit=0
Gamma-Ortsdosisleistung  (ODL) Überblick über 2000 Messtellen des Bundesamtes für Strahlenschutz:
http://odlinfo.bfs.de/


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Chetan Reinhard
Sannyas
Meditationszentrum München Deutschland

www.sannyas.de
www.sannyas.de

Josephsburgstr. 38
81673 München
Tel.:089-432703
Info:
http://www.sannyas.de
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(letzte Textänderung auf dieser Seite : 21.09.2014)