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7. Etappe ....  27.03.2017  bis 17.04.2017

Ala über Chioggia bis Rosolina Mare

220 km Wanderung zu Fuß den Fluss (Etsch = Adige) entlang

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Die Zeit war gekommen für die 7.  Etappe Erkundung eines Weges der mich zu Fuß aus München hinaus über die Alpen , durch Österreich, 

Italien und dann an der Adria Küste in Italien entlang so weit wie möglich in den Süden bringt.  Hierbei erlaube ich mir zur Fortbewegung lediglich meine Beine und meine Muskelkraft. Möglichkeiten motorisierter Fortbewegung, auch radeln werde ich weiterhin konsequent auslassen mit einer Ausnahme. Sobald ich das Meer überqueren möchte, werde ich mir kein Paddelboot selber bauen, um mit meiner Muskelkraft über das Meer zu rudern. Dann werde ich mir natürlich erlauben auch mal eine Fähre zu nutzen für eine Fahrt über das Meer in südlicher Richtung.  Das sind Visionen denn jetzt stehe ich ja noch recht weit im Norden auf dem Festland.

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Bei meinen Wanderungen über viele hunderte Kilometer Entfernung geht es mir auch darum, so wenig Gepäck wie möglich zu tragen. Jedes Kilogramm weniger, ist ein voller Erfolg. Wenn der Rucksack ein geringeres Gewicht hat, als ein achtel meines eigenen Körpergewicht dann empfinde ich das schon als sehr angenehm. Momentan liege ich allerdings noch weit darüber. Mit einem regelmäßigen Training der Muskelkraft lässt sich auch bis zu einem viertel des Körpergewichtes über weite Strecken tragen. Vorausgesetzt die Versorgung mit Atemluft, Schlaf, Wasser, Nahrung ist gut. Es ist klar,  je weniger Gepäck nötig ist, desto angenehmer ist das Laufen. Während meiner Wanderungen übe ich mich deshalb auch in Fertigkeiten des Lebens in der Wildnis. Es ist eine schöne Vision, das eine moderne Ausrüstung nicht mehr benötigt wird, weil die Natur doch schon alles notwendige bietet. Der Bivak könnte meinen Schlafsack ersetzen, die Grasmatte und das Laub der Bäume ersetzt die Isomatte ... usw. So sollte mein Rucksack mit zunehmender Erfahrung leichter werden. Im idealen Falle nicht mehr benötigt. Mir wurde berichtet, dies sei für Naturvölker schon immer eine Selbstverständlichkeit. 


Doch dieses Vorhaben erscheint mir sehr schwierig und benötigt sehr viel Zeit und Übung. Weit bin ich damit noch nicht gekommen. So trage ich einen recht großen Rucksack. In diesem befinden sich Hilfmittel wie Schlafsack , Plane, Seil, Ersatzkleidung.  Hiermit lässt sich an fast jedem Ort auch bei Minus Temperaturen in wenigen Minuten ein warmer und trocker Unterschlupf aufbauen und ich kann cool bleiben, falls bei Sonnenuntergang die nächste Siedlung weit entfernt ist und ich noch irgendwo im Gelände stehe, im Wald oder im Gebirge.  Das gibt auch ein gutes Gefühl. 

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Doch dieses Gefühl der Sicherheit ist trügerisch. Es kann viel passieren. Die gewohnte Versorgungslage könnte zu jedem beliebigen Zeitpunkt kippen und kritisch werden. Gepäckstücke können durch Raub oder unter anderen Umständen verloren gehen. Jedenfalls schwebt mir vor, im kritischen Falle möglichst mit sehr wenig oder ideal ganz ohne Gepäck auch klar kommen zu können.  

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Nachdem ich in den vorausgegangenen sechs Etappen bereits bis Ala gekommen bin, geht es jetzt von Ala in Italien ausgehend dem Flussverlauf der Etsch folgend etwa 220 km weiter bis zur Mündung der Etsch an das Meer. Kurz vor der Etsch Mündung in die Adria habe ich mich entschlossen einen kleinen etwas nördlich vom Fluss führenden Umweg über Chioggia zu gehen. Es hatte mich diese Stadt sehr interessiert.  Ab Chioggia bin ich dann der Küste entlang wieder in den Süden gefolgt bis zur Mündung der Etsch. Dann den Fluss überquert bis Rosolina Mare.  

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In Rosolina Mare endet diese 7. Etappe.  

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Angelika wandert auch sehr gern und hat mich diesmal ein Stück weit begleitet.

Voraussichtlich schon im Sommer dieses Jahres werde ich die 8. Etappe anschliessen.

Die dann ab Rosolina Mare , die Küste entlang , weiter in den Süden Italiens führen wird. 

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Hier habe ich mir nun einige Fotos zu Erinnerung aufbewahrt. 


Start der 7. Etappe am Bahnhof Ala in Italien















Nach ca. 220 km Wanderung zu Fuß die Etsch entlang
Ankunft an der Adria Küste bei Chioggia / Rosolina Mare


Angelika geht die ersten 60 km bis Verona mit.
Nachdem ich in den vorausgegangenen sechs Etappen bereits zu Fuß von München bis Ala gelaufen bin, erlaube ich mir nun die Anfahrt bis Ala mit dem Zug.
 
.Anfahrt von München aus nach Ala.
Angelika mit mir
.


Angelika geht bis Verona mit und
freut sich über die schöne Landschaft und...


   
... über Erfrischungen  in Italien

               
 

Obst- und Weinplantagen längs der Etsch
tragen in dieser Jahreszeit noch keine Früchte
       
 
Winke winke

Ich gehe weiter am rechten Ufer der Etsch entlang östlich Richtung Meer.  
Blick Richtung Süd-Westen ins Hinterland
 
Kunstwerke an den Brückenpfeilern der Etsch
 
Landschaftsbild ...
Viele Felder erscheinen mir privatwirtschaftlich.

Etwa alle fünf Kilometer ein kleines Dorf oder ein kleiner Bauernhof

frei laufende Pferde

Wachhunde in den Villen der reichen Leute
 
Chioggia das kleine Venedig

Eine Sandbank am Ufer der Etsch (Adige)
der Fluss führt jetzt niedrig Wasser
      
Chioggia

Die Mündung der Etsch ins Meer

Am Strand von Rosolina Mare wurde ich im Sonnenuntergang von einem Hagelsturm überrascht. Trocknen der Ausrüstung am frühen Morgen im Wind.

Die Mündung der Etsch ins Meer
 
Strandbild bei Rosolina Mare
    
 Lagune di Venezia bei Chioggia

Rast auf einer Sandbank am Ufer der Etsch
Vor dem Wasser am Unterlauf des Flusses wurde ich gewarnt. Auf keinen Fall unaufbereitet trinken. Doch ich konnte wie so häufig auch schon in jungen Jahren in ähnlichen Situationen nicht wiederstehen eine Kostprobe zu nehmen. Das Wasser ist in dieser Jahreszeit sehr kühl . Der Geruch ist sehr gut und das Wasser ist klar. Die Fliessbewegung des Wassers ist hier am Unterlauf zwar gering, jedoch der Fluss ist relativ groß.  Meine Wahrnehmung gab mir grünes Licht.
Weil ich in dieser Etappe das Gewicht für meinen Wasserfilter und auch den Kochtopf eingespart hatte, nehme ich eine Kostprobe direkt aus der Hand. Hmmm das tut gut. Sehr schön ! Wer dies nicht gewöhnt ist, sollte vorsichtig sein.


Chioggia das kleine Venedig

Am Ufer der Etsch grasen Schafe
Angekommen an der Adria Küste bei Chioggia

Strandbild bei Chioggia / Rosolina Mare

 

7. Etappe von Ala über Chioggia bis Rosolina Mare :
 220 Km


Etappen 1 bis 7
München bis Rosolina Mare an der Adria Küste
:


590 km gelaufen


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